Bleiben Sie am besten zuhause

Dieser Satz ist der wohl am wenigsten gesprochene Satz in einem Reisebüro! Und doch ist es momentan die Handlungsanweisung, die ich für sinnvoll, zukunftsorientiert und klug halte. Hä? Wie ist die denn drauf?!

Ja, andere Menschen aus der Branche gehen auf die Straße, klagen laut und finden es völlig in Ordnung, dass sich ihre Kunden in ein Flugzeug setzen um nach Mallorca oder Kuba zu fliegen, auf ein Kreuzfahrtschiff zu steigen oder Après-Ski-Parties zu feiern.

Klar, das bringt erstmal wieder Geld in die klammen Kassen und beruhigt das weinende Touristikerherz.

Und dann? Im schlimmsten Fall werden Kunden auf der Reise krank oder bringen den Virus mit nach Hause. Schiffe werden evakuiert, Swimmingpools abgesperrt, Buffets reglementiert.

Eine Freundin schrieb aus dem Thüringer Wald:

Das Hotel ist schon gut. Aber unter den Hygieneregeln fällt einiges weg. Keine Sauna, keine Massagen, Schwimmbad arg begrenzt nutzbar und bei der Anzahl der Gäste (viele Kinder da Ferienzeit) kein rankommen. Die Nutzung der Badelandschaften im Umland ist stets auf 2 Stunden begrenzt, also auch nicht so entspannend. (....) Die Versorgung hier ist wie zu FDGB-Zeiten, halt Corona Bedingungen. Essen in Schichten, Frühstück von 7-8 heißt das für uns. Dadurch entzerrt sich das alles. Aber trotzdem immer brav anstellen und alles mit Maske. Eigentlich hätte man besser zu Hause bleiben sollen.

 

Okay, das wäre ja auch alles nicht so dramatisch. Aber mal angenommen die Ansteckungszahlen gehen weiter hoch. Viele werden krank und müssen sich mindestens 2-3 Wochen krankschreiben lassen. Darunter natürlich auch Ärzte, Piloten, Hoteliers, Lehrer, Mitarbeiter von Reiseveranstaltern... was passiert dann mit den Unternehmen, den Krankenhäusern, den Schulen? Wem ist damit geholfen, wenn wir jetzt schnell Buchungen machen und Anzahlungen einnehmen?

Natürlich habe ich leichter reden (oder schreiben) als andere. Ich muss keine Miete für ein Ladenbüro bezahlen, habe keine Angestellten oder hohe Fixkosten.

Aber wie man es dreht und wendet läuft es darauf hinaus jetzt möglichst alles Vermeidbare runterzufahren, ruhenzulassen, stillzulegen und ruhig zu bleiben. Damit es möglichst schnell wieder mit niedrigen Infektionszahlen und funktionierender Nachverfolgung etwas normaler wird. Und auch dann sehe ich Reisen nicht an allererster Stelle. Es ist eben doch ein Luxus. Wir haben uns in den letzten 20-30 Jahren so daran gewöhnt, dass es uns kaum noch klar ist. Reisen ist absolut verzichtbar! Wer ist vor 40 oder 50 Jahren in den Urlaub gefahren? Und wohin? Und wie oft? Waren die Leute deswegen unglücklicher?

Ich glaube der Genuss ist auf der Strecke geblieben. Eine Reise ist nicht mehr so viel wert wie früher. Man spart nicht mehr 10 Monate, um zwei Wochen nach Italien oder Spanien zu fahren. Man konsumiert und hakt die fehlenden Länder auf der Liste ab. Man fliegt übers Wochenende mal schnell nach Venedig oder Barcelona. Man gönnt sich öfters mal eine Auszeit im Wellness-Hotel oder bucht den Kick beim Fallschirmspringen.

Brauchen wir das wirklich?

Im Gegensatz zu manch anderem europäischen Land haben wir es richtig gut. Wir dürfen raus!

Wann waren Sie das letzte Mal vor der Haustür wandern? Oder Radfahren?

Bei mir war das gestern.... und wir haben auf der 3-stündigen Wanderung keine einzige Person getroffen.

 

Ich plädiere eindeutig dafür jetzt zuhause zu bleiben und die Zeit für Hobbies zu nutzen, die sonst immer zu kurz kommen.

 

Und wie werden Sie die nächste Reise genießen, von der Sie jetzt ganz in Ruhe träumen können!

 

Also durchhalten und hoffen, dass es nicht allzu lang dauert!

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute und beste Gesundheit!

Greifen Sie zum Hörer:

0381-12732238

0176-63493831

kontakt@reisekontor-momentum.de

Oder vereinbaren Sie einen Termin und kommen Sie vorbei, um sich ganz in Ruhe bei einem Tee oder Kaffee von mir persönlich beraten zu lassen.