Nichts geht mehr

Wo wird das hinführen? Wird es Wochen oder Monate dauern? Welche Fluggesellschaften, Reiseveranstalter, Reisebüros, Hotels und Restaurants werden die Krise überstehen? Wie wird die Welt danach aussehen?

Fragen, auf die momentan niemand eine Antwort weiß. Auch wenn es viele "Experten" gibt, die sich an Visionen für die Zukunft versuchen.

 

Fest steht, dass aktuell in der Touristik nichts mehr geht! Totaler Stillstand!

Alle Reisen bis mindestens Ende April werden storniert. Auch für Mai und Juni rechnen die meisten Reiseveranstalter nicht mit normalen Bedingungen und bieten Umbuchungen auf spätere Termine an.

 

Das Motto "Wer reisen liebt - verschiebt" macht die Runde. Alle versuchen also die bereits gebuchten Reisen zu halten und einfach auf einen anderen Termin zu legen. Das hat den Vorteil für die Veranstalter, dass sie das Geld nicht an die Kunden zurückzahlen müssen. Das würde nämlich die meisten Unternehmen ruinieren. Für den Kunden hat es aber - zumindest momentan noch - zwei Nachteile: 1. das Geld ist jetzt nicht verfügbar und 2. das Geld ist weg, falls der Reiseveranstalter oder die Fluggesellschaft pleite geht.

Für den 2. Punkt könnte eine Kundengeldabsicherung über die Bundesregierung die Lösung sein. Mal sehen, ob sie kommt.

Da sich die schlechten Nachrichten ja sowieso schon häufen, möchte ich aber hier gerne mal ein bisschen gute Laune und Optimismus verbreiten:

 

Reisen geht auch im Kopf!

 

Es gibt wunderbare Bücher, mit denen man an alle Ecken der Welt entfleuchen kann. Selbst in Länder, in die man selbst nie reisen würde, nehmen sie den Leser mit - während er genüsslich mit seiner heißen Schokolade auf dem Sofa sitzt.

 

Und wie sagte schon Jane Austen:

"Ach, es gibt nichts, was so gut ist, wie zu Hause zu bleiben, wenn man es richtig schön haben will."

 

Das klingt zwar zynisch, aber diese Sichtweise macht die nächsten Wochen vielleicht etwas einfacher. Es bleibt einem ja auch nichts anderes übrig.

Also, machen wir es uns gemütlich und reisen literarisch um die Welt.

"In 80 Tagen um die Welt" wäre doch ein schöner Anfang und  auf so manch einer Seite ist man doch froh im heimischen Sessel zu sitzen statt mit Mr. Fogg unterwegs zu sein.

 

Eine sehr unterhaltsame Ablenkung ist der Bericht des Ethnologen Nigel Barley "Die Raupenplage". So günstig und amüsant reisen Sie auch in "normalen" Zeiten mit keinem Reiseveranstalter durch Kamerun.

 

Da der Titel ja gerade Programm ist, möchte ich auch Sten Nadolnys "Die Entdeckung der Langsamkeit" in meine kleine Empfehlungsliste aufnehmen. Bei der Lektüre wird man mal wieder daran erinnert, dass wir ja noch nicht sehr lange "so einfach nur zum Spaß" durch die Welt reisen.

Und nicht nur allen Portugal- und Bahnfans möchte ich den "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier ans Herz legen. Einige der aufgeworfenen Fragen gehen wohl vielen von uns in diesen Tagen durch den Kopf. 

 

 

Informativ und sehr beeindruckend erzählt die Norwegerin Erika Fatland von ihren Reisen in "Sowjetistan" und "Die Grenze". Es geht um das moderne Leben in den Nachbarländern Russlands und um die Ent- und Verwicklungen der letzten Jahrhunderte. Dieser Frau sollte die "Reise-Organisations-Talent-Medaille" in Gold verliehen werden.

 

Und wer noch mehr Pandemie aushält, liest den Roman "Der Wal oder das Ende der Welt".  Als ich ihn letztes Jahr gelesen habe, hätte er kaum abstrakter und utopischer erscheinen können. Jetzt kommt er mir angesichts der aktuellen Entwicklung wie ein freundliches Kinderbuch vor.

Für die Buchung Ihrer Lesereise wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Buchhändler. (Ich empfehle die Bestellung über die "andere Buchhandlung" in Rostock.)

Nach den literarischen Abenteuern ist Reisekontor momentum dann wieder der richtige Ansprechpartner für Ihre eigenen Reisepläne.

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Oder vereinbaren Sie einen Termin und kommen Sie vorbei, um sich ganz in Ruhe bei einem Tee oder Kaffee von mir persönlich beraten zu lassen.